Ortsbau
Das Team übernimmt die bestehenden Hang- und Grünraumstrukturen und bettet vier unterschiedliche, jedoch miteinander verwandte Wohnhöfe harmonische darin ein. Die vier Höfe dienen als Begegnungszonen und werden durch die Wohnbauten sowie kleine Stützmauern gefasst.
Die Bauten werden scheinbar lose in den Hang gelegt. Durch ihre Setzung rund um die Wohnhöfe entstehen sowohl enge als auch weite Räume sowie abwechslungsreiche Zwischenräume. Partiell wirken die Aussenräume zwischen den Bauten sehr eng. Um den untersten Wohnhof, hangabwärts, ist die bauliche Dichte am höchsten; hier befinden sich 4-geschossige zusammengefasste Bauten mit kleinen Wohneinheiten. Hangaufwärts vergrössern und verändern sich die Wohneinheiten; losgelösten 3-geschossigen Einfamilien- oder Doppelfamilienhäuser prägen den Hang. Der Übergang der Bebauungsstruktur bleibt kontinuierlich.
Erschliessung
Die vier Wohnhöfe werden alle separat von der Huobhalde erschlossen. Die unten am Hang liegenden, dichteren Wohnbauten verfügen über eine gemeinsame Tiefarage. Die zwei zugehörigen Wohnhöfe sind entsprechend autofrei. Die oben am Hang liegenden Wohnbauten weisen jeweils individuelle Garagen auf, welche über die angrenzenden Wohnhöfe erschlossen werden. Ein Fussweg führt – von der Huobstrasse über den Wildenbach – durch alle vier Wohnhöfe bis hin zum Kemberghof. Die enge Vernetzung der Aussenräume im und ums Areal erhöht die Wohnqualität.
Freiraum
Die vier Wohnhöfe dienen als nachbarschaftliche und identitätsstiftende Begegnungsorte und bereichern das Quartier. Sie bilden ein gemeinsames, aussenräumliches Eingangstor für die daran angrenzenden Wohnhäuser. Sie sind sorgfältig ausgestaltet und durch niedrige Stützmauern gefasst.
Die zwischen den Bauten liegenden Räume bieten einen Ausblick auf den Zugersee. Jeder Hof verfügt über einen Treffpunkt mit Baum, Sitzbank und Brunnen. Eine gärtnerisch komponierte Bepflanzung trägt zu einer attraktiven Wohnatmosphäre bei und steht im Kontrast zu den Flächen zwischen den Häusern, die als durchfliessende Landschaft mit Blumenwiesen und Obst- bäumen ausgestaltet sind.
Die Wohnhöfe terrassieren den Hang, die Häuser stehen in den dazwischen liegenden Böschungen. Wie die Schnitte zeigen, wird das Terrain teilweise kaum verändert, jedoch sind örtlich auch starke Terrainabgrabungen von einer Geschosshöhe und mehr notwendig, was als zu starker Eingriff empfunden wird. Die privaten Aussenbereiche der Häuser liegen oft im stark geneigten Hangbereich und müssten wahrscheinlich mit Stützmauern gesichert werden. Der Terrainverlauf im zweituntersten Hof ist unklar.
Die Bebauung wird einerseits durch die bestehenden Gehölze räumlich gefasst. Andererseits werden mit dem Schlittelhang und dem nördlichen Spielbereich räumliche Zäsuren geschaffen, die den überbauten Hang wohltuend gliedern. Die geforderte Ausdolung des Wildenbachs entlang der Huob- strasse sowie im untern Bereich des Wildenbach Süd ist nicht dargestellt, aber mit dem Bebauungsvorschlag möglich.
Das Freiraumkonzept ist ein wesentlicher und tragender Teil des überzeugenden Projektvorschlags, muss allerdings - wie das Team richtig bemerkt - von den zukünftigen Bewohnenden akzeptiert werden.
Gebäudetypologie
Als Gebäudetypologien werden im oberen Bereich Ein- und Doppelfamilienhäuser sowie im unteren Bereich Mehrfamilienhäuser mit Geschoss- oder Doppel-Maisonettewohnungen vorgeschlagen. Die einzelnen Bauten sind grundsätzlich individuell gestaltbar. Der Zusammenhang wird mit den einheitlich gestalteten und den Raum definierenden Wohnhöfe gebildet.
Die Besonnung nach Südwesten und die Aussicht nach Osten verlangen nach beidseitig organisierten Wohnungen. Die Wohneinheiten verfügen über einen individuellen Aussenraum im Gartenbereich sowie über einen privaten Aussenraum in den Obergeschossen, der im Bauvolumen eingefasst ist. Zu den Wohnhöfen hin sind Arbeits- und Hobbyräume angeordnet. Eine grosse Flexibilität der einzelnen Volumen ist problemlos möglich.
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